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  Rautavaara-Flötenkonzert in Reutlingen
  Die Schrille und das Biest
Reutlinger Philharmoniker mit dem Flötisten Michael Faust

... Tiefstapelnd "Dances with the winds - Tänze mit den Winden" nannte Einojuhani Rautavaara sein 1974 entstandenes Konzert für Flöte und Orchester. Dass hier nicht nur harmlose Natur-Impressionen vorkommen, wurde nach wenigen Takten deutlich, als aufsteigende Trillerflächen die prägnant-sanften Linien der Bassflöte unterbrachen.
Ein Kampf entspann sich zwischen Solo und Orchester, der gleichsam unentschieden ausging und in einen zivilisierten Dialog zwischen Flöte und Hörnern mündete. Ungeniert grell und herrlich vulgär beherrschte die Piccoloflöte den zweiten Satz, ein knappes Scherzo. Dummen Marschtritt verwandelt die Piccolo mit gellenden Kommandos in beschwingten Tanz: Die Schrille besiegt das Biest.
Rollentausch im dritten Satz, Andante moderato: Hier ist es das Orchester, das zum Weiterführen der musikalischen Gedanken zwingt, während die Altflöte zuweilen wie selbstgenießerisch in ihrem weich-dunklen Wohllaut schwelgt. Alle Konflikte, alle Themen werden im Finale noch ein Mal angerissen, ehe wiederum die Bassflöte in ihrem höchstem Bereich den letzten Ton behält, gegen den das Orchester selbst sanft dissonierend nicht ankommt.
Ziemlich ungeteilte Zustimmung fanden Werk, Interpretation und Interpreten beim Publikum. Tosenden, anhaltenden Applaus klatschte es für den Solisten Michael Faust, welcher der im Konzertsaal selten zu hörenden Alt- und Bassflöte neue Liebhaber/innen gewonnen haben wird. ...
Schwäbisches Tagblatt 9.11.2005


Im Strom der Klänge

... ein Flötenkonzert des Finnen Einojuhani Rautavaara. In diesen "Dances with the Winds" von 1974 driftet der Hörer durch abenteuerliche Klanglandschaften. Mal klingt es nach kühl funkelnden Sternenwelten, mal nach vernebelten Hochlandmooren oder, wie im zweiten Satz, rumpelt und kreischend wie ein Jahrmarkt im Mittelalter.
Erstaunlich, wie das Orchester immer neue Klangkulissen hochzieht. Und beeindruckend, wie sich Michael Faust mit seinen vier Flöten durch diesen bizarren Kosmos bewegt. Jäh wird er vom Orchester aus meditativer Ruhe gerissen, flüchtet hoch in den Flötenhimmel, bläst mit der Piccolo-Flöte zur Gegenattacke, sinkt mit der Alt-Querflöte in ruhige Sphären zurück und wird im Schluss-Satz mit Sopran- oder Bassflöte erneut herausgefordert. ... Die Zuhörer in der komplett besetzten Listhalle waren vollauf begeistert und feierten Solist Michael Faust, Dirigent Stefan Solyom und Orchester.
Reutlinger Generalanzeiger 9.11.2005