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  Zephyr-Bläserquintett
  Mit großer Spiellaune
Wenn sich die Solo-Bläser des WDR- Sinfonieorchesters zu einem Ensemble zusammenschließen, verspricht das einen exquisiten musikalischen Genuss. In der Alten Kirche Buschbell gab jetzt das frisch gegründete „Zephyr Bläserquintett“, bestehend aus Michael Faust (Flöte), Manuel Bilz (Oboe), Thorsten Johanns (Klarinette), Luiz Garcia (Horn) und Ole Kristian Dahl (Fagott) ein umjubeltes Debüt, das die hochgesteckten Erwartungen vollauf erfüllte.
„Musik aus drei Jahrhunderten“ stand auf dem Premieren-Programm, das bereits einen kleinen Eindruck von den variablen Besetzungsmöglichkeiten des Ensembles gab. Musikalischen Esprit legten die Bläser bei Mozarts Ouvertüre zur „Zauberflöte“ an den Tag, die einen klangvollen Einstieg in das Konzert bildete. Beim Duo für Flöte und Oboe, das der 1983 verstorbene Argentinier Alberto E. Ginastera komponiert hat, setzten sich Michael Faust und Manuel Bilz gekonnt in Szene.
Exotisches Vogelgezwitscher erfüllte beim Allegro den Kirchenraum - so plastisch und virtuos dargeboten, dass die Zuhörer ihre helle Freude daran hatten, während sich die Duo-Partner im Adagio einen einfühlsamen, melancholisch-sanften Dialog lieferten. Herzstück des ersten Programmteils war Paul Hindemiths „Kleine Kammermusik für fünf Bläser op. 24 Nr. 2“ - ein Werk, das die vielen Klangfarben des Quintetts zur Geltung brachte.
Mit ausgeprägter Spiellaune widmeten sich die Musiker dem spritzigen Stück und seinen vielen ironischen Einsprengseln. Keine Frage, hier waren Könner am Werk, die über musikalische Flexibilität und Stilgefühl verfügen. Bei Mozarts „Andante für eine Orgelwalze“ KV 616 kamen die einzelnen Instrumente zu reizvollem Einsatz. Weitgehend unbekannt ist August Klughardt, der sich als komponierender Chefdirigent gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Dessau einen Namen machte. Sein anspruchsvolles Quintett op. 79 erweckten die Bläser zu neuem Leben und gaben dabei einmal mehr einen Beweis ihrer exzellenten Fähigkeiten.
Themen, die durch alle Instrumente gehen, bieten jedem Musiker ein reiches Betätigungsfeld, so etwa dem Fagottisten Ole Kristian Dahl, der im Eingangs-Allegro mit souveränem Spiel die Aufmerksamkeit auf sich zog. Michael Faust, seit 15 Jahren Solo-Flötist in Köln, ist die dominierende Figur im Quintett, das sich fraglos auch außerhalb der heimischen Musikszene behaupten wird.
Den launigen Abschluss ihres Konzertes bildete der Shanty „What shall we do with a drunken sailor“, den sie mit kecker Geschmeidigkeit zum Besten gaben.
Kölnische Rundschau


  Pfiffig und humorvoll
In der Alten Kirche Buschbell wurde ein neues Bläserquintett aus der Taufe gehoben.


"Zephyr" nennt sich das Ensemble, und angenehm wie der gleichnamige sanfte Wind ist auch das Musizieren der vier Solobläser des WDR: Michael Faust (Flöte), Manuel Bilz (Oboe), Thorsten Johanns (Klarinette) und Ole Kristian Dahl (Fagott) sowie des Horn-Kollegen vom Münchener Rundfunksinfonieorchester, Luiz Garcia. Durch langjährige freundschaftliche Verbindungen des Kölners Michael Faust zum Frechener Ehepaar Diels ergab sich, dass das neue Bläserquintett sich dem Frechener Publikum präsentierte.
Holzbläserkultur vom Feinsten, dazu eine große kammermusikalische Sensibilität zeichneten zu Beginn die Bearbeitung der "Zauberflöte" -Ouvertüre aus. Nach einem Duo für Flöte und Oboe des Argentiniers Alberto Ginastera, das ebenfalls perfekt vorgetragen wurde, setzten die Musiker einen schönen Akzent mit Hindemiths "Kleiner Kammermusik für fünf Bläser" (op. 24,2), die pfiffig und humorvoll daherkam.
Das "Andante für Orgelwalze" KV 616 von Mozart führte nach der Pause wieder in klassische Gefilde, bevor abschließend ein Quintett (op. 79) von August Klughardt vorgestellt wurde. Dieser Komponist, der in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts lebte und zuletzt Hofkapellmeister in Dessau war, verdient es, von einem so hochkarätigen Ensemble im Repertoire berücksichtigt zu werden.
Das Fazit des Konzertabends, der mit einer schmissigen Zugabe abgerundet wurde: hier haben sich fünf außergewöhnlich versierte Könner zusammengefunden, die neben aller Technik und Professionalität außerdem eine gute Portion fröhlich-jugendliches Musikantentum einbringen, um Kammermusik auf höchstem Niveau zu pflegen
Kölner Stadtanzeiger